Veranstaltungshinweise

 

02.-04. Juni 2017 internationale Geckotagung

Pfingsten 2017 das erste Mal in der Schweiz!!!

Eintritt frei

 

 

13.-15. Oktober 2017 IGP Tagung;
Onkel Tom's Hütte, Göttingen

Eintritt frei, auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen

 

 

 

 

 

 

Temperatur & Luftfeuchtigkeit

Die Temperatur halte ich bei Tieflandarten tagsüber im Sommer bei 25-30 Grad und im Winter bei 20-23 Grad. In der Nacht liegt die Temperatur im Sommer bei ca 20-23 Grad und im Winter kann sie bis auf 15 Grad abfallen. Im Oberen Bereich kann es dank der Beleuchtung auch gut und gerne mal über 30 Grad warm werden. Werte von 35 Grad, welche man manchmal in der Literatur findet halte ich für viel zu warm, die Tiere können bei solchen Temperaturen leicht überhitzen und verenden. Etwas zu kühl verkraften die Tiere wesentlich besser als zu warm.

Bei Hochlandarten liegt die Temperatur tagsüber gleich wie bei den Tieflandarten, tendenziell sogar noch etwas höher, direkt unter den Wärmespots können Temperaturen von bis zu 40 Grad gemessen werden.

In der Nacht sinkt die Temperatur im Sommer auf 15-20 Grad und im Winter teilweise bis auf 5 Grad ab. So wird das extreme Klima im Gebirge simuliert, was für das Wohlbefinden dieser Arten essentiell ist.

Auf Wärmematten verzichte ich, da die nötige Temperatur in der Regel mittels Licht problemlos erreicht wird und Phelsumen Wärme mit Licht in Verbindung bringen.

Die Luftfeuchtigkeit wird oftmals überbewertet und ergibt sich meist von selbst durch das tägliche Sprühen. Anstelle eines Handsprühers kann auch eine Regenanlage eingebaut werden. Der Nachteil ist jedoch, dass die tägliche Gesundheitskontrolle dabei schnell mal vergessen gehen kann und dass sich in den Wassertanks Bakterien gut vermehren können. Des weiteren variiert die Sprühmenge bei mir stark in Abhängigkeit mit dem Wetter und der damit zusammenhängenden Feuchtigkeit des Bodengrundes. Mit einer Regenanlage kommt es schnell zu Staunässe und ein Schrägboden mit Ablauf muss unbedingt eingeplant werden. Aus diesen Gründen sprühe ich nach wie vor alles von Hand. Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit zusätzlich auf natürliche Weise. Vernebler haben meiner Meinung nach nichts in einem Phelsumenterrarium zu tun.

Staunässe ertragen alle Phelsumen schlecht und es gilt die Faustregel lieber etwas zu trocken als zu feucht, obwohl es sich bei Phelsumen zum grossen Teil um tropische Arten handelt.

Im Sommer sprühe ich täglich, im Winter nur noch jeden zweiten Tag, um die Regen- und Trockenzeit zu simulieren.

Gesprüht wird bei mir prinzipiell von Hand. Einerseits kann ich so täglich kontrollieren, ob alle Tiere in Ordnung sind (dies ist nicht zu unterschätzen, da so bei Unterdrückung oder Krankheit frühzeitig reagiert werden kann) und anderseits sind Regenanlagen, wenn nicht mühsam regelmässig gereinigt, wahre Bakterienschleudern. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sprühmenge von Hand besser dosiert werden kann. Wohl kaum ein Terrarium benötigt täglich dieselbe Sprühmenge. Mit der Regenanlage ein Gleichgewicht zwischen Versumpfen und vertrockneten Pflanzen zu finden erachte ich als nicht ganz einfach und gerade in einem kleineren Becken ohne ständiges verstellen der Zeiteinheit kaum zu bewerkstelligen. Zudem sind die Anschaffungskosten bei einer Regenanlage wesentlich höher als bei einem Handsprüher, dieser Punkt fiel bei mir bei der Entscheidung jedoch nicht ins Gewicht, da ich bereits mehrere Regenanlagen besass.

Ein grosser Vorteil der Regenanlage ist hingegen, dass man so problemlos eine Woche in ohne Vertretung verreisen kann. Eine Regenanlage für die Ferienzeit anzuschaffen kann also durchaus sinnvoll sein.