Veranstaltungshinweise

 

02.-04. Juni 2017 internationale Geckotagung

Pfingsten 2017 das erste Mal in der Schweiz!!!

Eintritt frei

 

 

13.-15. Oktober 2017 IGP Tagung;
Onkel Tom's Hütte, Göttingen

Eintritt frei, auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen

 

 

 

 

 

 

Das passende Terrarium

Terrarium Phelsuma mutabilis
Terrarium Phelsuma mutabilis

Ein sehr wichtiger Punkt in der artgerechten Phelsumenhaltung beginnt bei der Anschaffung eines geeigneten Terrariums.
Phelsumen benötigen bis auf Phelsuma malamakibo, Phelsuma ocellata und Phelsuma barbouri ein Hochterrarium. Entsprechende Mindestmasse finden sich unter: http://kl.schlangenforum.ch/
Ein weiterer sehr elementarer Punkt ist, dass das Terrarium gut durchlüftet sein sollte, um Staunässe vorzubeugen und eine gute Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Dies bedeutet konkret: Das Terrarium muss unten mindestens einen Lochblechstreifen enthalten (besser noch Drahtgazestreifen) und der Deckel soll falls möglich komplett aus Drahtgaze bestehen.

Der Standort des Terrariums sollte nach Möglichkeit so gewählt werden, dass die Tiere auf den Pfleger hinunter blicken können.

Terrarium Einrichtung Phelsuma standingi
Terrarium Einrichtung Phelsuma standingi

Einrichtung

In Bezug auf Einrichtung sollten Bambusröhren oder Alternativen wie Knöterich, Herkulesstaude oder Rohre als Verstecksmöglichkeiten nicht fehlen. Des weiteren erhöhen Pflanzen die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise und geben den Tieren das Gefühl von Sicherheit. Dennoch sollte nicht übertrieben werden. Ein zugewuchertes Terrarium birgt das Problem, dass die Tiere oftmals die Futtertiere und der Pfleger seine Pfleglinge und aber auch Jungtiere und Eier nicht mehr findet. Kontrolle der Tiere ist wichtig, um allenfalls reagieren zu können. Dies ist in völlig verwachsenen Becken kaum möglich. Es hat sich bewährt, den Boden frei zu halten, da sich schwache, unterdrückte und kranke Tiere oftmals da aufhalten und so sofort gesichtet werden, aber auch Futtertiere werden von den Geckos so viel besser gesichtet und können sich nicht so schnell verkriechen und Schäden an Pflanzen und Tieren anrichten (Geckos fressen Heimchen und Heimchen fressen Geckos!). Desweiteren ist darauf zu achten, dass wenn Pflanzen aus Baumärkten bezogen werden, diese wenigstens gut abgespühlt werden, besser noch ist es die Pflanzen ein halbes Jahr stehen lassen oder die Pflanzen an einer Terraristikbörse kaufen.

Ein paar rauhe Äste erleichtern das Abstreifen der alten Haut bei der Häutung und sollten deshalb nicht fehlen.

Was den Bodengrund anbelangt ist dieser grundsätzlich Geschmackssache. Es eignen sich Aquarienkies, Sand, Erde und wohl unzählige weiter Varianten. Ich persönlich benutze Gärtnertorf. Bei Blätonkugeln sollten auf jeden Fall die grosse Variante gewählt werden, da kleine schon von Tieren verschluckt worden und diese dann innerlich vertrocknet sind. Ich siedle zusätzlich weisse Asseln und tropische Springschwänze an, welche den Kot zersetzen. Ein Ersetzen des Bodengrundes erübrigt sich somit. Eine Alternative ist Walderde. Die Scheiben sollten dennoch regelmässig mit feuchtem Haushaltpapier gereinigt werden. Auf keinen Fall dürfen irgendwelche Chemikalien verwendet werden. Wer sich an Kalkflecken stört, kann diese mit einem Herdschaber problemlos entfernen, kleinere Rückstände lassen sich anschliessend mit Zitronenkonsentrat oder Speiseessig gut entfernen, anschliessend mit entkalktem Wasser gut nachspühlen.

Rückwände sollten möglichst glatte Flächen sein, da sich Phelsumen gerne darauf aufhalten. Wer die Rückwände eines Glasterrariums gestalten will, kann zum Beispiel marmorierte Folien oder diese Pflanzenbilder aus der Aquaristik dahinter kleben, welche dem Ganzen etwas mehr Regenwaldfeeling verleihen. Dies hat einen weiteren, wichtigen Vorteil, dass es ein Sichtschutz darstellt und den Tieren somit das Gefühl von Sicherheit gibt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man Flächen bei einem Glasterrarium abdeckt, ich empfehle jedoch keine klassischen Rückwände zu verbauen, da diese meiner Erfahrung nach von Phelsumen eher gemieden werden und sich Futtertiere oftmals dahinter verstecken.

 

Einrichtung von zwei tropischen Terrarien
Einrichtung von zwei tropischen Terrarien