Veranstaltungshinweise

 

02.-04. Juni 2017 internationale Geckotagung

Pfingsten 2017 das erste Mal in der Schweiz!!!

Eintritt frei

 

 

13.-15. Oktober 2017 IGP Tagung;
Onkel Tom's Hütte, Göttingen

Eintritt frei, auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen

 

 

 

 

 

 

Das passende Licht

T-5 Röhren mit zwei 50Watt Spots bei einem Terrarium für barbouri
T-5 Röhren mit zwei 50Watt Spots bei einem Terrarium für barbouri

Bei der Anschaffung von Phelsumen stellt sich unweigerlich die Frage nach der optimalen Beleuchtung. Für eine artgerechte Haltung muss eine möglichst helle Beleuchtungsvariante mit Tageslichtspektrum angebracht werden. Für die komplizierten Mechanismen zur Produktion des lebenswichtigen Vitamin D3 wird UV-B benötigt. Die Vorstufe wird zwar auch ohne diese Strahlung produziert, kann aber nicht zu einem brauchbaren Stoff zusammengesetzt werden. Bei vielen Arten reichen die heutigen künstlichen UV-B Quellen nicht aus, es muss trotzdem zusätzlich D3 verabreicht werden. Für Neueinsteiger gibt eine UV-Beleuchtung aber so etwas wie einen Puffer, falls zu wenig Vitaminpulver verabreicht wird.

Des weiteren sehen Geckos UV Licht und können sich so auch in der Dämmerung besser orientieren. Das dafür vorteilhafte UVA wird auch von gewöhnlichen Tageslichtröhren aus dem Baumarkt abgegeben, diese beinhalten im Gegensatz zu den UV-Leuchtmitteln aus der Terraristikabteilung aber kein schädliches UVC (!), allerdings auch kein UV-B. Diese UV-C Strahlung darf nicht unterschätzt werden.

Bei im Terrarienbestand gefährdeten Tieren, welche für das Bestandserhaltungsprojekt der IG Phelsuma an neue Halter vermittelt wurden, ist bisher mit Abstand der häufigste Grund für Ausfälle Verbrennungen durch schädliche UV-Strahlen (Sonnenbrand mit anschliessender Blutvergiftung).

Falls man sich also sinnvollerweise für eine UV-Beleuchtung mit UVB-Anteil entscheidet, sollte unbedingt auf das billige Neonröhrenprinzip (z.B. Repti Glo Sparlampen) verzichtet werden, da dies mit seinem verfälschten Spektrum mehr Schaden als Nutzen anrichten kann (teilweise sehr hohe UVC-Anteile). Über Nachteile und mögliche Gefahren von UV-Beleuchtung (welche immer auch C-Anteile aufweist) finden Sie Informationen unter Artikel und unter www.licht-im-terrarium.de.


Sehr bewährt haben sich HQI-Lampen, wobei man bei mehreren Becken unbedingt die Raumtemperatur gut im Auge behalten muss, da solche Leuchtmittel (inkl. Vorschaltgerät) sehr viel Wärme produzieren. Ich verwende für ein Becken mit den Massen 40x40x80cm (lxbxh) einen 35 HQI Spot (ich ziehe X-Reptile vor, da die Alternative "Bright Sun" sehr schnell an Lichtkraft einbüsst), ergänzt mit einer LED Powerbar, jeweils über zwei Becken für die Grundausleuchtung und das Pflanzenwachstum oder einer T5 Röhre (Hochlandraum). Ich verwende die LED einerseits, damit der Raum mit den 35 Watt Spots nicht überhitzt (diese müssen ab einer Raumtemperatur von 30 Grad aber auch so ausgeschaltet werden) und da sie das Pflanzenwachstum enorm fördern.

Zusätzliche Wärmespots habe ich bei Hochlandformen, damit die Tiere nach einer kalten Nacht (wird durch Kellerhaltung erreicht, teilweise mit geöffnetem Fenster und heizen am Tag), wieder auf ihre Vorzugstemperatur kommen.

Für die Jungtieraufzucht verwende ich im Sommer Sonnenlicht (siehe Aussenhaltung) und ansonsten lediglich eine T5 Röhre, da die kleinen Aufzuchtbecken sonst sehr schnell überhitzen würden.

Ebenfalls wichtig scheint mir, dass die Lichtquelle auf keinen Fall im Terrarium angebracht werden sollte. Geckos nutzen die Restwärme oftmals am Abend und schlafen auf der Lampe. Geht diese am Morgen an, kann dies zu schweren Verbrennungen führen. Bei UV-Beleuchtungen wird der Abstand nicht eingehalten, was zu starken Sonnenbränden und letztendlich zum Tode der Terrarienbewohner führen kann. Beim Sprühen kann es zu Elektroschlägen kommen, wenn die Beleuchtung nicht gut genug gegen Wassereinfluss gesichert ist. Weiter sieht das Terrarium wesentlich natürlicher aus, wenn die Technik nicht sichtbar ist.

Einige Arten brauchen einen Jahresrythmus bezüglich Beleuchtungsdauer, um überhaupt zur Fortpflanzung zu schreiten. Bei mir brennt deshalb das Licht bei allen Arten im Winter ca. elf Stunden, im Frühling und Herbst zwölf und im Sommer dreizehn Stunden. Geregelt wird die Lichtdauer über eine mechanische Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt.