Veranstaltungshinweise

 

02.-04. Juni 2017 internationale Geckotagung

Pfingsten 2017 das erste Mal in der Schweiz!!!

Eintritt frei

 

 

13.-15. Oktober 2017 IGP Tagung;
Onkel Tom's Hütte, Göttingen

Eintritt frei, auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen

 

 

 

 

 

 

Artenschutz

Sämtliche Arten der Gattung Phelsuma stehen unter Artenschutz und sind im Anhang vom WA II * aufgelistet, Phelsuma guentheri sogar im WA I Anhang, was bedeutet, dass die Tiere nicht gehandelt und nicht ohne Genehmigung der Regierung von Mauritius gehalten werden dürfen. Eine solche Genehmigung wird an Privatpersonen nicht erteilt.

Glücklicherweise gibt es dank intensiver Schutzbemühungen auf zwei kleinen zu Mauritius gehörenden Inseln (Round Island und Ile aux Aigrette) wieder eine stabile Population von Phelsuma guentheri, dafür stehen leider einige andere Arten inzwischen kurz vor dem Aussterben, zum Beispiel Phelsuma antanosy oder Phelsuma inexpectata. Auch klemmeri oder guimbeaui sind in der Natur stark bedroht, wobei klemmeri zu Gute kommt, dass sich ihr Habitat durch Abholzung  ausweitet. Wenn Bäume gefällt werden, bleiben Bambusrhizome im Boden und es entsteht Bambuswald.
Leider verursacht menschliches Eingreifen jedoch bei den meisten Arten das Gegenteil und wer weiss, wie viele Arten schon ausgestorben sind, bevor sie jemand überhaupt entdeckt und beschrieben hat.

Neben Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumen stellen durch den Menschen eingeschleppte Arten ein weiteres grosses Problem  dar. So richten zum Beispiel Phelsuma grandis und Tropicolotes versicolor (Blutsaugeragame) auf Mauritius grossen Schaden an. Dies könnte auf die Dauer das Ende von Phelsuma guimbeaui bedeuten.

 

Citespapiere ** sind in der Schweiz für die Haltung von Phelsumen nicht zwingend erforderlich, es sei denn, die Tiere werden über die Grenze gehandelt. Seit dem 1. Oktober 2013 sind sämtliche CITES-Arten, also auch alle Phelsumen nachweispflichtig. Sprich man sollte beim Kauf von Phelsumen Papiere erhalten, bei denen der Verkäufer bestätigt, dass die Tiere von ihm stammen.
In Deutschland sind Phelsumen nachweis- und meldepflichtig (dubia, grandis, laticauda, lineata und quadriocellata sind meist von der Melde-, aber nicht von der Nachweispflicht ausgenommen und Wildfänge dürfen sogar noch legal aus Madagaskar exportiert werden, was auch bei der afrikanischen parkeri aus Pempa theoetisch der Fall wäre), wobei sich die Gesetzgebung in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden kann!

 

Wir sehen also, dass Tiere der Gattung Phelsuma, wie viele andere Arten, in ihren natürlichen Beständen bedroht sind. Versuchen wir nicht Arten über eine längere Zeit zu pflegen und zu erhalten, um einerseits die Möglichkeit einer allfälligen Wiederansiedlung zu haben oder Forschungserkenntnisse daraus ziehen zu können, verliert die Terraristik ihre Rechtfertigung in meinen Augen. Jede Nachzucht, die auch entsprechend versorgt werden kann, stellt also ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz dar.
Eben diese Bestandessicherung ist eines der obersten Ziele der IGP und wer sich entscheidet, seriös in die Phelsumenhaltung einzusteigen, bei dem lohnen sich mit Sicherheit Gedanken über einen allfälligen Beitritt.

 

* Washington Abkommen

** CITES: Convention on international Trade in endangered species of wild fauna and flora