Veranstaltungshinweise

 

02.-04. Juni 2017 internationale Geckotagung

Pfingsten 2017 das erste Mal in der Schweiz!!!

Eintritt frei

 

 

13.-15. Oktober 2017 IGP Tagung;
Onkel Tom's Hütte, Göttingen

Eintritt frei, auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen

 

 

 

 

 

 

Fragen vor der Anschaffung von Taggeckos

Der Anblick eines tropisches Terrariums mit einem Pärchen bunter Taggeckos löst bei vielen Menschen den Wunsch aus, auch so ein Terrarium zu besitzen.

Hier sollte man sich im Vorfeld jedoch gut informieren. Die Frage, wer in den Ferien nach den Geckos schaut, stellt sich unweigerlich. Man sollte bedenken, dass die Tiere bei guter Haltung doch ein beträchtliches Alter erreichen können.

Bei mir hat von den kleinen Arten eine Phelsuma laticauda mit ca. 13 Jahren bisher das höchste Alter erreicht. Eine normale Lebenserwartung bei kleineren Arten beträgt zwischen acht und zehn Jahren.

Grosse Arten können wesentlich älter werden, so habe ich schon von Phelsuma grandis gehört, welche nahezu 25 Jahre erreicht haben sollen. Eine normale Lebenserwartung bei grossen Arten schätze ich auf zwischen 15 und 20 Jahre.

Hat man sich entschieden, Taggeckos der Gattung Phelsuma anzuschaffen, bleibt die Frage nach der Art. Einen kurzen Überblick habe ich unter Steckbrief der Arten zusammengestellt, was die Entscheidung etwas erleichtern sollte.

 

 

Woher beziehe ich einen Taggecko?

Wer sich auf eine Art festgelegt und sich überlegt hat, ob die nötigen Voraussetzungen erfüllt werden, weiss oftmals nicht, woher die Tiere bezogen werden können.
Hierfür gibt es diverse Möglichkeiten wie Zoofachhandel, Börsen oder via Internet direkt vom Züchter. Hier bietet die IG-Phelsuma eine Nachzuchtvermittlung, sowie ein Züchterverzeichnis. Ich rate zum Kauf beim Züchter, da man sich so direkt ein Bild von der Haltung machen kann und weiss, woher die Tiere kommen. Man kann sich so 1:1 ein Bild von der Haltung machen und kriegt meistens noch ein paar gute Ratschläge/Tricks und Kniffs. Ich lerne trotz langjähriger Haltung immer wieder etwas dazu bei solchen Besuchen oder sehe eine gute Idee, welche kopierenswert ist.
Börsen können gute Möglichkeiten sein, um sich Tiere auszusuchen und um mit Züchtern ins Gespräch zu kommen, doch hier ist Vorsicht geboten. Es werden oftmals auch Wildfänge angeboten, da sowohl Private als auch Geschäfte Tiere anpreisen. Vom Kauf dieser zwar meist prächtig gefärbten Tieren rate ich aus folgenden Gründen ab:

 

1. Wildfänge sind wesentlich anfälliger als Nachzuchten.

2. Man kennt deren Alter nicht.

3. Es gibt genügend Terrariennachzuchten der meisten Arten, welche man mit etwas Geduld erwerben kann.

4. Die Tiere sind in der Natur als gefährdet eingestuft und ein Wegfang sollte nicht unterstützt werden. Gerade, da oftmals sinnlos gefangen und importiert wird, ohne zu wissen, dass die Tiere auch wirklich einen kompetenten Abnehmer finden.

5. Die meisten Wildfänge auf Börsen stammen aus einem Grossimport, wo in der Regel wenig auf das Indviduum geachtet wird und viele Tiere durch Dehydration/Antibiotika bereits schwerwiegende Organschäden tragen und auch für erfahrene Halter Todeskandidaten darstellen.

6. Krankheiten können sich auf einen bereits vorhandenen Bestand übertragen

 

Meiner Meinung nach sechs gute Gründe, um zumindest aus dem Grosshandel keine Wildfänge zu kaufen.

 

Quarantäne

Befinden sich schon andere Tiere, vor allem Reptilien, im Bestand, so ist eine Quarantäne zu empfehlen, vor allem bei Wildfangtieren, aber auch bei Nachzuchten. Dies bedeutet, eine isolierte, relativ sterile Einzelhaltung, wo man das Tier gut beobachten kann. Als Bodengrund hat sich hier Haushaltpapier bewährt.

Zudem bietet dies die Möglichkeit Kotproben zu entnehmen und einzuschicken. So können Innenparasiten frühzeitig festgestellt und behandelt werden.

Ist nach vier Wochen alles in Ordnung, darf der Gecko sein endgültiges Zuhause beziehen.